Piczo

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Ok, I got it
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Am 2.6. um 13.45 hatte ich nun einen Termin mit der Fr. Dr. Gie Meyer-Vandehult vereinbart, um mit ihr über die Spendenaktion zu reden. Eine wirklich sehr nette und engagierte Frau die, wie ich später erfuhr, selber Mutter von einer 8-jährigen Tochter ist.
Das Gespräch war zwar kurz, dennoch sehr interessant. Sie erzählte unter anderem, wie das Projekt vor 2 Jahren begann.
Ihr Mann erfuhr, dass er aufgrund seiner Krankheit nicht mehr lange zu leben hat. Deshalb wollte er zusammen mit seiner Familie ein Hilfsprojekt im Ausland starten, bei dem sie besonders bedürftige Kinder operieren wollen. Nun musste nur noch ein Land gefunden werden. Eines Abends saß er zusammen mit seiner Frau über einer Karte und überlegt, welches Land man nehmen könnte. Als dann schließlich ihre Tochter dazukam, sollte sie eine Zahl zwischen (ich glaub) 1-9 und einen Buchstaben zwischen A-G sagen. Bei den Angaben bin ich mir nicht mehr genau sicher ;). Aber, die Tochter entschied sich für das Feld F7 : Madagaskar.
Letztes Jahr reiste die Familie mit dem Ärzte-Team auf eigene Kosten nach Madagaskar, wo sie das Projekt „Interplast“ in Leben riefen. Auch ihre Tochter war sehr engagiert, spielt dort mit den Kindern und half bei kleineren Sachen, wie z.B. Unterlagen sortieren, Pflaster kleben etc., mit. Wenige Wochen nach der Rückkehr verstarb ihr Mann.
Sie berichtete auch, wie die Verhältnisse dort sind. Zu 10. bewohnt das Team ein altes Haus, das den Farbpinsel das letzte Mal in den 50.-Jahren gesehen hat. Ab halb 9 abends ist das Licht weg, mit Taschenlampen muss weitergearbeitet werden. Unter dem Wort „duschen“ versteht man, 2-3 Becher Wasser über sich rüberzukippen, fließend Wasser gibt es dort nicht. Und auf dem Klo muss mit einem Eimer Wasser nachgespült werden.
Deshalb ist auch die Infektionsgefahr hoch.
Nach unserem Gespräch (ich schätze so um die 10 Minuten waren das) guckte ich mir noch Bilder vom letzten Jahr an. Die Bilder sind teils erschreckend, aber man wird happy, wenn man sieht, wie man den Menschen dort helfen kann. Bei dem einen Jungen z.B. waren der Oberkiefer und die Nase zusammengewachsen und die Schneidezähne wuchsen quasi aus der Nase mit raus. Das Bild nach der Operation zeigt einen glücklichen Jungen, der total normal aussieht. Natürlich mit ein paar Narben, aber fantastisch, wie die das hinbekommen haben!
Mit unseren gut 550€ kann man schon mal 5 weitere Kinder operieren.
Anfang nächsten Jahren geht es wieder nach Madagaskar. Anschließend erfolgt ein Vortrag, zu dem ihr da draußen alle herzlich eingeladen seid.

Gruß Pogo